Väterland Christophe Léon

Väterland | Christophe Léon

Seit einem Jahr müssen Personen desselben Geschlechts, die sich in der Öffentlichkeit küssen, mit sechs Monaten Gefängnis und einer Strafe von mehreren Tausend Euro rechnen. Aber die Situation ist eindeutig genug, der Notar begreift sofort, wo er die zwei suspekten Männer einzuordnen hat.
„Ich bin Anwalt und ich habe immer wieder gegen diese Leute prozessiert. Wenn sie anfangen, von Liebe und Freiheit zu faseln, ach was, welch schönes Märchen! Ich antworte mit Recht und Gesetz. Wenn wir ihre Ehen auch noch nicht rechtlich annullieren können, so werden wir uns wenigstens vor ihnen schützen, indem wir sie in gewissen Einrichtungen oder Aufnahmelagern sammeln. Es gibt überhaupt keinen triftigen Grund, das Gesetz nicht anzuwenden. Ihre eigenartigen Verbände, die sie verteidigen, sollen ruhig versuchen, uns einzuschüchtern und Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Wir lassen usn davon nicht beeindrucken. Demokratie bedeutet, das Mehrheitsprinzip anzuwenden und die Vernunft. Unsere Mitbürger wollen nichts mit ihnen zu tun haben, das ist gesunder Menschenverstand. Das Recht ist für alle gleich. Mich persönlich widern sie an. […]“ S. 51

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Der Klub der Ungeliebten Dennis Stephan

Der Klub der Ungeliebten | Dennis Stephan

Der Mensch verbringt so viel Zeit damit, über die Liebe nachzudenken, dass er manchmal völlig vergisst, zu lieben. Dann sucht er nach diesem Gefühl, als sei es eine fehlende Socke, und weil er des Suchens müde wird oder Angst davor hat, es nicht zu finden oder gar verletzt zu werden, gibt er sich mit etwas anderem zufrieden.
Die Leute glauben, damals wie heute, die Ehe wäre eine Garantie für Liebe. Aber die Wahrheit ist, dass es keine gibt. Wenn du eine Garantie auf irgendwas möchtest, dann kauf dir eine Waschmaschine, aber erwarte sie nicht im Tausch gegen ein Herz. S. 81

Der Inhalt

Nie war der Ausdruck „Ein Herz und eine Seele“ treffender, als für Adam und Coralie. Die beiden kennen sich besser, als sie sonst jemand kennt, verstehen den anderen, ohne dass er reden muss, wissen, was der andere denkt und fühlt.
Während Adam Romantiker ist und trotz schmerzlicher Erfahrungen immer noch an die große Liebe glaubt, ist Coralie abgebrüht und hält Liebe für reine Illusion, zweckdienlich nur, um sich fortzupflanzen. Zusammen mit Madame Porzellan, die im Stockwerk über den beiden wohnt, philosophieren sie bei Erdbeerwein über die Liebe und das Leben. Gründen den Klub der Ungeliebten und möchten dabei eigentlich doch nur eins: geliebt werden.

„Verliebt heißt, dass du merkst, irgendetwas läuft verkehrt. Darum heißt es ja verliebt. So wie wenn man sich verschreibt oder verläuft. Verliebt ist, wenn du plötzlich nicht mehr weißt, wer du bist oder was in deinem Körper vor sich geht“, folgert Coralie. S. 145

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Kalte Haut Martin Krist

Kalte Haut | Martin Krist

„In den Augen eines Mörders ergibt die Tat immer einen Sinn, so unsinnig sie für Außenstehende auch scheinen mag.“ S. 302

Der Inhalt

Eine grausige Mordserie in Berlin. Der Täter veröffentlicht Videos seiner Opfer, in denen zu sehen ist, wie sie leiden. Ihre Leichen, werden von Journalisten gefunden.
Nach dem ersten Mord deutet alles auf eine politische Tat hin; ein Zeichen gegen die Hetzkampagne des Innensenators gegen Ausländer. Sera Muth, die ermittelnde Kommissarin türkischer Abstammung, hält nicht viel von der Theorie, gerät aber immer mehr in Zweifel.
Der Polizeipsychologe Dr. Babicz hingegen erkennt das Muster der Morde aus einem seiner alten Fälle aus den USA wieder. Der Täter sitzt allerdings längst in Haft. Ist es möglich, dass der „Knochenmann“ geflohen ist? Dr. Babicz bis nach Deutschland verfolgt hat? Oder handelt es sich gar um einen Nachahmungstäter?

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Benedict Wells - Fast genial

Fast genial | Benedict Wells

Er war nur ein Spritzer Sperma eines fremden Genies, das seitdem keinen einzigen Gedanken an ihn verschwendet hatte. Und womöglich lebte sein Vater mit zwei wohlgeratenen Kindern und seiner sympathischen Frau in einem riesigen Haus, und das Letzte, was er wollte, war Besuch von seinem Sperma, das an seiner Tür klingelte und „Hallo, Papa“ sagte. S. 107

Der Inhalt

Francis führt ein Scheißleben. Zusammen mit seiner Mutter wohnt er in einem Trailerpark, sein Stiefvater ist mitsamt seines Halbbruders abgehauen, von seinem leiblichen Vater weiß er sowieso nichts und nun ist seine depressive Mutter mal wieder in der Klinik. Hier lernt er Anne-May kennen. Anne-May scheint auch ihre Probleme zu haben, kommt Francis in der Klinik aber mehr als normal vor.

Als Francis Mutter einen Selbstmordversuch unternimmt, nimmt die Geschichte Fahrt auf, denn sie hat Francis einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem sie nach all den Jahren endlich über seinen leiblichen Vater schreibt. Francis ist ein Samenbankkind. Aber nicht irgendeines, sondern eines aus der sogenannten Samenbank der Genies. Kurzehand entschließt Francis sich zu einem Roadtrip von der Ostküste an die Westküste, um mehr über seinen Vater und somit auch über sich selbst herauszufinden. Mit den Genen eines Genies in sich, muss das Leben doch mehr für ihn bereithalten, als das was es aktuell bietet. Er ist sich sicher, dass er seinen Vater nur kennenlernen muss, damit sich etwas tut und sein Leben einen anderen Weg nimmt, also macht er sich mit seinem besten Freund Grover und Anne-May auf die Reise, die sein Leben verändern soll.

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Wolfgang Herrndorf - In Plüschgewittern

In Plüschgewittern | Wolfgang Herrndorf

Ich habe mal gehört, dass die Haut sich mindestens alle achtundvierzig Stunden erneuert. Also, wenn man jemandem nach ein paar Tagen die Hand schüttelt, hat man schon nicht mehr dieselbe Person zu fassen, und man selbst ist auch nicht mehr dieselbe Person. Nur die Narben bleiben. Kein Charakterzug, keine Erinnerung ist so stabil. S. 126

Endlich mal wieder ein Buch von Wolfgang Herrndorf. Und auch wie die vorangegangenen Bücher, die ich bisher von ihm gelesen habe, hat mir „In Plüschgewittern“ mehr als gefallen.

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Mitch Albom - Dienstags bei Morrie

Dienstags bei Morrie | Mitch Albom

Die Liebe gewinnt. Die Liebe gewinnt immer.

Der Inhalt

Mitch Albom ist Sportjournalist. Einer der Sorte, der hauptsächlich für seinen Job lebt. Durch Zufall erfährt er, dass sein früherer Professor und Mentor Morrie Schwartz im Sterben liegt und beschließt ihn zu besuchen. Daraus werden regelmäßige Treffen, die immer an einem Dienstag stattfinden und während derer Morrie Mitch erklärt, wie in seinen Augen der Sinn des Lebens aussieht.

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