Buch Ein Mann namens Ove

Ein Mann namens Ove | Fredrik Backman

„Sie hatten nie viel, doch sie hatten immer genug.“

Ein Herzensbuch! Es hat mich lange kein Buch so berührt, wie dieses.
Eine Geschichte, bei der man den Hauptdarsteller Ove am Anfang schlichtweg unerträglich und ätzend findet und der sich mit jeder seiner Handlungen noch unbeliebter macht; den man zum Ende aber so sehr ins Herz geschlossen hat, dass man ihn gerne in den Arm nehmen und feste drücken möchte.

Der Inhalt

Ove ist ein ganz genauer Mensch, denn wofür gibt es Regeln, wenn sich niemand an diese hält? Also dreht er jeden Morgen seine Runde, sieht nach dem Rechten und schreibt Falschparker auf. Ove hasst seine Nachbarn und auch viele andere Menschen, weil die meisten sowieso alle unfähig sind. Ove ist 59 und gegen seinen Willen in den Vorruhestand geschickt worden. Und so hält Ove sich für überflüssig, zieht die Stecker seiner Elektrogeräte und dreht die Heizung runter (denn die verdammten Stadtwerke sollen verdammt noch mal nicht einen Cent mehr bekommen als nötig) und hat eigentlich nur noch eine Sache zu erledigen. Nämlich sterben.

Würde er dabei nicht von den neuen Nachbarn unterbrochen werden, die es nicht mal schaffen, ein Auto rückwärts einzuparken und dabei seinen Briefkasten demolieren – und dann fahren die auch noch ein ausländisches Auto!

So muss Oves letzte Erledigung erstmal warten und er sich mit den unerträglichen neuen Nachbarn herumschlagen, die er einfach nicht mehr los wird.

Der Autor: Fredrik Backman

Das erste Buch dass ich von Fredrik Backman gelesen habe. Eins dieser Bücher, das ich gekauft habe, aber leider nicht mehr weiß, warum eigentlich, weil es nun schon so lange auf dem Lesestapel liegt. (So viel weiß ich noch: Ein Coverkauf war es definitiv nicht!) Ein Jahr lang wurde das Buch auf dem Stapel nun immer wieder nach unten sortiert. Großer Fehler. Denn Fredrik Backmans Stil gefällt mir unglaublich gut. Er schafft es großartig, diesen unterschwelligen Humor einzubauen, der einen ständig schmunzeln lässt. Er schreibt gerade heraus, ganz ungeschwollen und doch schafft er es, in den richtigen Momenten so viel Tiefsinn einzubauen, dass man für einen Augenblick einen Kloß im Hals hat. Und das alles, ohne blumig oder schnulzig zu werden. Eben genau richtig. (Für mich jedenfalls.)

Das Cover

Ein Mann namens Ove CoverWie schon erwähnt war es definitiv kein Coverkauf, denn das finde ich grausig. Nachdem ich nun die Geschichte kenne, noch viel mehr. Es passt einfach nicht so richtig. Zu bunt, zu laut, zu hey für eine Geschichte, die so leichtfüßig daher kommt und eher weich wirkt, als mit so einem kontrastreichen – fast comichaften – Cover bestückt zu werden. Ich hätte hier ein schlichtes, vielleicht sogar stilisiertes Cover, wie beispielsweise bei „Er ist wieder da“ vorgezogen und passender gefunden.

Zum Glück habe ich es trotz Cover gekauft und zum Glück habe ich es trotz immer wieder nach unten sortieren auf dem Lesestapel dann doch endlich gelesen – und werde es sicherlich noch oft lesen. Von nun an eins meiner liebsten Bücher. Der zweite Roman von Fredrik Backman liegt schon bereit – der hat es natürlich etwas schwerer als der Erstling, denn nun sind die Erwartungen gewaltig. Aber ich bin mir fast sicher, dass mir „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ ebenfalls sehr gut gefallen wird. Ich freu mich drauf!

7 Gedanken zu „Ein Mann namens Ove | Fredrik Backman

  1. Sabrina sagt:

    Hallo!

    Ich liebäugle immer wieder mit dem Buch, weil ich gerade das Cover so toll finde. Wie Ove im Anzug mit seiner Katze da steht – einfach herrlich. Ein Bild, das für mich schon einen gewissen schwarzen Humor ausdruckt.
    Deine Rezension macht mir jetzt auf jeden Fall Lust auf das Buch. Vielleicht darf es ja beim nächsten Buchhandlungsbesuch mit nach Hause.

    Liebe Grüße
    sabrina

    • MlleFacette sagt:

      Nimm es auf jeden Fall mit beim nächsten Besuch in der Buchhandlung!
      Mich hat das Cover zwar nicht so sehr überzeugt, aber einen gewissen schwarzenHumor gibt es tatsächlich. Und allein das erste Kapitel ist schon zum schreien komisch. Und es fügt sich so wunderbar am Ende.

  2. Denise sagt:

    Hallo!
    Das Buch klingt wirklich schön! Bisher habe ich noch nichts davon gehört, von „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ aber schon. Beides hört sich sehr interessant an und werde ich auf jeden Fall im Blick behalten! 🙂
    Liebste Grüße,
    Denise
    (Ich habe deinen Blog übrigens über #litnetzwerk entdeckt und finde ihn und deinen Blognamen sehr toll! Ich werde nun öfter mal hier vorbei schauen!)

    • MlleFacette sagt:

      Danke dir, Denise!

      Ich kann es wirklich nur empfehlen! Es ist eine so unglaublich tolle, rührende, herzerwärmende, schöne Geschichte. <3
      "Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid" liegt hier bei mir schon auf dem Lesestapel. Hoffe ich komme bald dazu, denn ich erwarte wieder großartiges!

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